Einleitung
Im folgenden Tutoral wird beschrieben, was Flash-Filme langsamer macht bzw. wie die Abspielgeschwindigkeit optimiert werden kann.
Nicht alle hier aufgezählten Punkte haben einen gleich großen Einfluss auf die Geschwindigkeit bzw. auf die Dateigröße. Aber alle haben, besonders wenn sie kombiniert werden ihre Wirkung.
Vorausgesetzt wird Basiswissen in Flash 3 bzw. Flash 4. Die Größe der Datei
»Warum nur ist mein Film so langsam?«
Das kann mehrere Ursachen haben. Zunächst einmal hängt es natürlich davon ab, wie schnell die Internet-Leitung ist. Klar, die Dateien müssen ja erst einmal übertragen werden. Daraus folgt aber auch: die SWF-Datei sollte so klein wie möglich sein. Um das zu erreichen, sollte man folgendes beachten: möglichst keine Pixel-Bilder im Film den Sound möglichst klein halten (8 Bit/11 kHz für Effekte, max. 8 Bit/22 kHz für längere Musik-Stücke, möglichst Mono) jeden Darsteller, der mehr als einmal im Film vorkommt, in ein Symbol umwandeln (und dann jedes Mal auch als solches verwenden) möglichst wenig verschiedene Schriften und Schriftschnitte (z. B. Fett, Kursiv) verwenden besser Tweening statt Bild-für-Bild-Animationen besser Linien statt Pinselstriche möglichst wenig verschiedene Linientypen Animationen in separaten Ebenen anlegen (Trennung von statischen Elementen) bei 3-D-Vektor-Objekten nicht sichtbare Elemente löschen komplexe Formen minimieren durch Modifizieren:Kurven:Optimieren längeren Text nicht »Teilen« (Modifizieren:Teilen) oder als Vektoren importieren Farbverläufe vermeiden wenige verschiedene Farben verwenden evtl. mehrere kleine Filme statt einen großen erstellen (bei Bedarf mit LoadMovie nachladen)
Alle diese Punkte haben also einen mehr oder weniger großen Einfluss auf die Größe der später zu erstellenden SWF-Datei.
Es gibt in Flash 4 einen Bug, der dazu führt, dass Symbole die häufiger verwendet werden, die Datei wesentlich größer machen. Das sollte durch die Benutzung von Symbolen eigentlich verhindert werden. Mehr darüber, siehe im FAQ »Hilfe mein Film wird immer größer...«.
Übrigens: Elemente, die in der Originaldatei (FLA) in der Bibliothek stehen, aber nicht auf der Bühne bzw. in einem verwendeten Symbol platziert sind, haben keinen Einfluss auf die Größe der SWF-Datei!
Optimierungshilfen in Flash 4
In Flash 4 gibt es zwei tolle Hilfen, mit denen man gut die Flash-Datei weiter optimieren kann. Der Bandbreiten-Profiler
Abb.1: Der Bandbreiten-Profiler
Eine sinnvolle Neuerung von Flash 4 ist der Bandbreiten-Profiler (über Steuerung:Film testen bzw. Steuerung:Szene testen und dann Ansicht:Bandbreiten-Profiler).
Hier sieht man, wann der Film »gestreamt« wird (der Film beginnt schon zu laufen während noch Daten übertragen werden) und wann zu viele Daten geladen werden müssen. Sind die Balken unter der roten Linie, dann spielt der Film ohne Aussetzer. Geht ein Balken über diese Linie hinaus, dann müssen Daten erst noch geladen werden. Der Film setzt dann aus.
In der Menüleiste unter Steuerung kann man übrigens verschiedene Modemgeschwindigkeiten simulieren.
Links im Fenster sieht man unter »Vorausladen«, wie viele leere Bilder (Bd.) abgespielt werden müssten, bis der Film komplett geladen ist und wie lange das Herunterladen der Daten bei der eingestellten Modemgeschwindigkeit dauern würde. Der Größenbericht
Wenn man den Film von Flash 4 aus veröffentlichen will (Datei:Einstellungen für Veröffentlichungen...) kann man unter dem Register »Flash« auswählen: »Größenbericht erstellen«.
Hier wird beim Veröffentlichen eine Textdatei (TXT) generiert in der beschrieben wird, wie groß die einzelnen Szenen und Symbole im Film sind. Diese Datei wird in demselben Ordner wie die SWF-Datei gespeichert. Vorausladen des Films
Manchmal kann man aber einen Film nicht mehr weiter verkleinern. In diesem Fall kann man den Film teilweise oder ganz vorausladen lassen (siehe Flashworker-FAQ »Wie funktioniert so ein Preloader...«). Die Bildrate
Außerdem hat noch die Bildrate (Modifizieren:Film) Einfluss auf die Geschwindigkeit des Films. Standardmäßig sind 12 Bilder pro Sekunde eingestellt. Ist dieser Wert zu niedrig, merkt man das vor allem daran, dass Bewegungen (z. B. Tweening) leicht ruckeln.
Man sollte diesen Wert aber nicht zu hoch setzen (nicht über 20 BpS). Nicht alle Anwender verfügen über einen schnellen Computer (CPU und Grafikkarte)! Außerdem kommt es bei zu hohen Werten beim »Streaming« häufiger zu Aussetzern. Die Rechenleistung
Der Computer des Anwenders muss beim Abspielen des Films viel rechnen. Das ist eigentlich einer der Vorteile von Flash. Bei einem Tweening zum Beispiel muss nur der Anfangs- und Endpunkt angegeben werden, den Rest macht der Computer des Betrachters. So werden die Dateien besonders klein.
Dieser »Rechenaufwand« kann je nach Aufwand und Leistung des Rechners aber auch dazu führen, dass der Film langsamer abgespielt wird. Folgende Funktionen brauchen viel Rechenleistung: Tweening (Bewegung, Form) besonders bei mehreren Elementen gleichzeitig Verläufe Alpha Skalierung Fazit
Es gibt Flash-Seiten, die brauchen eeewig zum Laden sind es dann manchmal aber auch wert. Eine Navigationsleiste hingegen sollte nicht zu lange auf sich warten lassen.
Keiner verzichtet gerne auf nette Effekte, aber jede Sekunde, die ein Film länger lädt, kann potentielle Besucher abschrecken. Die meisten Besucher erwarten auf einer Seite in erster Linie Informationen, nicht Unterhaltung!
Auch bei Flash-Dateien gilt: Experimentieren und Testen, Testen, Testen (vor allem auch auf langsamen Rechnern).